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Anlagemöglichkeiten zur privaten Rentenvorsorge

Das Thema private Altersvorsorge wurde gerade in den letzten Jahren sehr stark Publik gemacht und diskutiert. Dieses ist auch richtig so gewesen, denn es ist heutzutage fast unerlässlich, dass man sich neben der gesetzlichen Altersvorsorge ergänzend noch eine private Altersvorsorge aufbaut. Dazu bieten die Banken und Versicherungen verschiedenen Produkte an, die im Folgenden etwas näher und differenzierter erläutert werden. Ein klassisches Altersvorsorgeprodukt, welches schon seit vielen Jahren zu diesem Zwecke genutzt wird, ist sicherlich die Kapitallebensversicherung. Diese bietet zum einen den finanziellen Schutz der Familie bei Tod des Versicherten und zum anderen die Möglichkeit, im Laufe der Jahre eine konstante Altersvorsorge aufbauen zu können. Von der Funktionsweise her ist die Kapitallebensversicherung recht klar definiert. Zu Beginn der Versicherungslaufzeit legen der Kunde und der Versicherungsberater zum einen die Höhe der Versicherungssumme im Todesfall fest und zum anderen natürlich die monatlich zu zahlende Beitragsrate. Der Beitrag setzt sich aus drei Teilen zusammen bzw. wird von der Versicherung für drei Zwecke verwendet. So gibt es den Risikoanteil, der als Prämie für die Lebensversicherung gilt, den Verwaltungsanteil, dieser deckt die Kosten der Versicherung und zuletzt natürlich den Sparanteil, der in die Kapitalanlage fließt. Grundsätzlich handelt es sich bei der Kapitallebensversicherung sowohl um ein sehr sicheres als auch ein renditestarkes Produkt. Aufgrund von bestimmten Vorschriften darf die Versicherungsgesellschaft das Kapital der Kunden nur in bestimmte Anlageformen investieren, welche bestimmte Mindestsicherheitsanforderungen erfüllen. Die Rendite der Kapitallebensversicherung besteht aus der garantierten Verzinsung und der Überschussbeteiligung und liegt durchschnittlich bei ca. 7-8 Prozent pro Jahr. Bei dieser Art Rentenvorsorge hilft auch kein Horoskop. Eine weitere Anlageform zur privaten Rentenvorsorge bietet die staatlich geförderte Riester Rente. Für die Riester Rente muss ein monatlicher Beitrag geleistet werden. Die Riester Rente wird mit Eintritt in das  Rentenalter, aktuell mit 67 Jahren, zusätzlich zur Altersrente, ausgezahlt.

 

Die Rentenversicherung

Ein ähnliches Produkt wie die Kapitallebensversicherung, welches sogar extra für die private Altersvorsorge auf den Markt gebracht worden ist, ist die so genannte Rentenversicherung. Auch diese wird von Versicherungsgesellschaften angeboten und unterscheidet sich von der Kapitallebensversicherung hauptsächlich in zwei Punkten. Die Rentenversicherung bietet im Gegensatz zur Kapitallebensversicherung keinen Todesfallschutz an, da es sich um einen reinen Sparvertrag ohne Versicherungsfunktion handelt. Auch hier kann der Kunde durch regelmäßige monatliche Einzahlungen Kapital aufbauen, dass er später zur private Altersvorsorge nutzen kann. Hier zeigt sich dann auch der zweite wichtige Unterschied zur Kapitallebensversicherung. Während man sich dort das Kapital nur in einer Gesamtsumme auszahlen lassen kann, hat man bei der Rentenversicherung die Wahl das Kapital in einer Summe zu erhalten, oder sich als lebenslange monatliche Zusatzrente überweisen zu lassen. Diese Variante bietet zudem noch Vorteile hinsichtlich der Versteuerung, da nur der Ertragsanteil von 18 Prozent versteuert wird, falls man die Rentenversicherung ab dem 65. Lebensjahr in Anspruch nimmt. Von der Sicherheit und Rendite her liegen die beiden Produkte Kapitallebensversicherung und Rentenversicherung nahezu gleichauf.
 

Der Banksparplan

Neben den beiden Angeboten aus dem Versicherungsbereich bieten natürlich auch die Banken Anlageprodukte an, die zur privaten Altersvorsorge genutzt werden können. Hierzu zählt zum Beispiel der Banksparplan, der oftmals auch als Rentaplan bezeichnet wird. Es handelt sich hier um einen Sparvertrag, in den der Kunde monatlich einzahlt und am Ende der Laufzeit eine bestimmte Kapitalsumme ausgezahlt bekommt oder sich auch für die Verrentung des Kapital in Form einer monatlichen Rentenzahlung entscheiden kann. Dieses Produkt ist allerdings heute nicht mehr wirklich zeitgemäß. Das liegt vor allem an der Tatsache, dass es sich um eine Spareinlage handelt und die Rendite mit ca. 4-5 Prozent doch zum Teil erheblich unter der Rendite von vergleichbaren Altersvorsorgeprodukten wie der Kapitallebensversicherung, Rentenversicherung oder auch dem Investmentfondssparen liegt. Das Sparen in Investmentfondsanteilen ist hingegen eine sehr moderne und flexible Form der Altersvorsorge. Der Kunde muss hierzu lediglich eine Depot bei einer Investmentfondsgesellschaft eröffnen. Diese arbeitet zumeist im Verbund mit verschiedenen Banken und ist daher für den Kunden leicht zu erreichen. Im Rahmen des Investmentfondssparvertrag zahlt der Anleger auch hier monatlich eine bestimmte Geldsumme ein, für die dann bestimmte Fondsanteile erworben werden. Hier kann sich der Kunde zwischen Aktien-, Renten- und Immobilienfonds entscheiden. Die Rendite liegt mit durchschnittlich 8-10 Prozent im vorderen Bereich und durch die Risikostreuung handelt es sich auch um eine relativ sichere Form der Altersvorsorge. Ein Zinsvergleich vor dem Abschluss eines solchen Vertrages ist zum einen sehr Sinnvoll und zum anderen hat so ein Vergleich auch positive Vorteile.