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Sinn der privaten Altersvorsorge
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Sinn und Zweck der privaten Altersvorsorge

In Deutschland basiert die Altersvorsorge auf dem Drei-Säulen-Prinzip. Das bedeutet, die Grundlage der späteren Rente ist auf jeden Fall immer noch die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Diese ist im Grundgesetz im Rahmen der Sozialversicherung festgelegt und soll die Existenz im späteren Ruhestand sichern. Konnte man noch vor einige Jahrzehnten seine Rente alleine durch die Zahlungen aus der staatlichen Rentenkasse bestreiten, ist das heute schon lange nicht mehr möglich. Aufgrund diverser Probleme wie beispielsweise die Entwicklung der Altersstruktur in Deutschland, ist das heutige Rentenniveau aus der gesetzlichen Rentenversicherung nur noch bei ca. 60-70 Prozent des bisherigen Nettoeinkommens angelangt und die Tendenz ist weiterhin fallend. Nun mag man vielleicht zunächst denken, im Alter benötigt man ohnehin nicht so viel Geld wie zu Arbeitszeiten, weil man vielleicht nicht mehr so aktiv ist und so viel für die Freizeit etc. ausgibt, aber schon die Kostendeckung der fixen Ausgaben wie Miete, Strom, Versicherungen etc. ist alleine durch die gesetzliche Rente kaum noch möglich. Wie hoch die Versorgungslücke in der Praxis wirklich sein kann, lässt sich gut an einem Beispiel verdeutlichen. Herr Mustermann bekommt derzeit einen Nettolohn von 2.000 Euro und steht kurz vor der Rente. An festen Ausgaben zahlt er monatlich rund 1.500 Euro, darin enthalten sind alleine schon 800 Euro für die Warmmiete, 80 Euro für Strom, 150 Euro für diverse Versicherungen, Benzinkosten, Lebensunterhalt für sich und seine Frau etc. Momentan hat Herr Mustermann also zwar noch 500 Euro monatlich zur freien Verfügung, aber das wird in Kürze bei Renteneintritt nicht mehr so sein, denn nach aktuellem Stand würde er eine Rente von ca. 1.200 bis 1.400 Euro bekommen. Die fixen Kosten können also nicht mehr gedeckt werden. Und falls doch, dann kann man die Sehenswürdigkeiten und Reisen genießen.

 

Altersvorsorge basiert auf dem Drei-Säulen-Prinzip

An obigem Beispiel lässt sich deutlich erkennen, dass man alleine mit den Zahlungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung seinen Lebensstandard im Alter nicht halten kann. Aus diesem Grunde wird die private Altersvorsorge zunehmend wichtiger, da manche Experten befürchten, dass in 10-20 Jahren die Rente nur noch 50 Prozent des letzten Nettolohnes betragen wird, und dann könnten viele Rentner oftmals nicht einmal mehr ihre Miete zahlen. Die Private Altersvorsorge hat inzwischen also nicht mehr nur den Zweck, den Lebensstandard ohne Einschränkungen machen zu müssen zu sichern, sondern schlichtweg die Existenz zu sichern. Es ist inzwischen auch bei den "Optimisten" unstrittig, dass man ohne private zusätzliche Altersvorsorge getroffen zu haben im Ruhestand nahe am Existenzminimum leben muss. Daher gilt es insbesondere den heutigen jungen Erwachsenen deutlich zu machen, dass die private Altersvorsorge den Sinn und Zweck hat, dass sie auch im Alter noch so leben können, wie sie es sich vorstellen und vorher während des Berufslebens schon gemacht haben. Je früher man mit der privaten Altersvorsorge beginnt, desto weniger Beiträge in Sparverträge muss man zahlen bzw. desto mehr Kapital hat man insgesamt für seine Rente zur Verfügung. Auch hier hilft sicherlich ein Beispiel zur Verdeutlichung. Angenommen, ein 25-jähriger Mann hat seine Ausbildung beendet und beginnt nun, im Rahmen eines Kontensparvertrages eine zusätzliche Altersvorsorge aufzubauen. Er zahlt monatlich einhundert Euro in den Vertrag ein, welcher bei Renteneintritt mit dem 65. Lebensjahr fällig wird. Am Ende der Laufzeit hätte der Anleger eine Kapitalsumme von rund 150.000 Euro zur Verfügung. Wenn diese Summe fortan zu rund fünf Prozent verzinst wird, stände dem Anleger nur aus den Zinsen heraus eine monatliche Zusatzrente von ca. 620 Euro zur Verfügung. Wenn man das gleiche Beispiel für einen 35-jährigen Mann durchrechnet, kommt man auf eine Kapitalsumme von nur noch gut 80.000 Euro und in Folge dessen auf eine monatliche Rentenzahlung von rund 330 Euro. Auch wenn das Startalter mit 35 Jahren eigentlich noch nicht besonders spät erscheint, so ist es dennoch so, dass man durch die Tatsache ca. 10 Jahre später begonnen zu haben rund die Hälfte an Rentenhöhe im Alter verloren hat.