An obigem Beispiel lässt sich deutlich erkennen, dass man alleine mit den Zahlungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung seinen Lebensstandard im Alter nicht halten kann. Aus diesem Grunde wird die private Altersvorsorge zunehmend wichtiger, da manche Experten befürchten, dass in 10-20 Jahren die Rente nur noch 50 Prozent des letzten Nettolohnes betragen wird, und dann könnten viele Rentner oftmals nicht einmal mehr ihre Miete zahlen. Die Private Altersvorsorge hat inzwischen also nicht mehr nur den Zweck, den Lebensstandard ohne Einschränkungen machen zu müssen zu sichern, sondern schlichtweg die Existenz zu sichern. Es ist inzwischen auch bei den "Optimisten" unstrittig, dass man ohne private zusätzliche Altersvorsorge getroffen zu haben im Ruhestand nahe am Existenzminimum leben muss. Daher gilt es insbesondere den heutigen jungen Erwachsenen deutlich zu machen, dass die private Altersvorsorge den Sinn und Zweck hat, dass sie auch im Alter noch so leben können, wie sie es sich vorstellen und vorher während des Berufslebens schon gemacht haben. Je früher man mit der privaten Altersvorsorge beginnt, desto weniger Beiträge in Sparverträge muss man zahlen bzw. desto mehr Kapital hat man insgesamt für seine Rente zur Verfügung. Auch hier hilft sicherlich ein Beispiel zur Verdeutlichung. Angenommen, ein 25-jähriger Mann hat seine Ausbildung beendet und beginnt nun, im Rahmen eines Kontensparvertrages eine zusätzliche Altersvorsorge aufzubauen. Er zahlt monatlich einhundert Euro in den Vertrag ein, welcher bei Renteneintritt mit dem 65. Lebensjahr fällig wird. Am Ende der Laufzeit hätte der Anleger eine Kapitalsumme von rund 150.000 Euro zur Verfügung. Wenn diese Summe fortan zu rund fünf Prozent verzinst wird, stände dem Anleger nur aus den Zinsen heraus eine monatliche Zusatzrente von ca. 620 Euro zur Verfügung. Wenn man das gleiche Beispiel für einen 35-jährigen Mann durchrechnet, kommt man auf eine Kapitalsumme von nur noch gut 80.000 Euro und in Folge dessen auf eine monatliche Rentenzahlung von rund 330 Euro. Auch wenn das Startalter mit 35 Jahren eigentlich noch nicht besonders spät erscheint, so ist es dennoch so, dass man durch die Tatsache ca. 10 Jahre später begonnen zu haben rund die Hälfte an Rentenhöhe im Alter verloren hat.